Lesungen / Veranstaltungsplanung und Werbung

I. Lesungen

Ich stöber immer überall im Internet herum, und habe ein paar interessante Links zum Thema Lesungen gefunden. Mich betreffen sie zwar noch nicht, aber vielleicht kann einer meiner Leser damit praktisch etwas anfangen.
Zum Auftakt ein Artikel, der eigentlich für Veranstalter gedacht ist. Allerdings enthält dieser Link in meinen Augen nicht nur für den die Lesung initiierenden und aktiv organisierenden Autor hilfreiche Tipps, sondern auch für Autoren, die gewissermaßen ein fertiges Nest vorfinden und einfach zur Zeit X an Ort Y erscheinen sollen: wie kann man beginnen? Was könnte man ausser dem bloßen Vorlesen in das Lesungsthema integrieren? Zum Thema Organisation passt auch ein Tipp des nachfolgenden Links: Lesungen, die Eintritt verlangen (und seien es 3 oder 5 €), haben für gewöhnlich mehr Resonanz.

Ein Statement zu dem für Anfänger schwierigen Thema Honorar der Autorin Nikola Hahn („Die Detektivin“, „Die Wassermühle“ bei Ullstein) – der Schriftstellerverband empfiehlt (neuerdings) 300,- €. Frau Hahn rückt das auf Newcomerbelange zurecht, das Wichtigste (paraphrasiert): lies nicht umsonst, nimm Geld, und sei es wenig sowie Lesungen, die Eintritt verlangen, tragen nicht nur zur Honorardeckung des Autors bei, sondern haben für gewöhnlich mehr Resonanz ~ was nichts kostet, kann nichts wert sein, scheint die Meinung vieler Menschen zu sein.

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II. Meara über Veranstaltungen: wie wahrscheinlich bekannt, sollte neben dem Veranstalter auch der Autor die Werbetrommel rühren.                                                            a) Neben Homepage, Facebook & Twitter wäre es jedoch auch äußerst hilfreich, in gängigen Internet-Veranstaltungskalendern die Lesung einzustellen. Hiermit erreicht man enorm viele Leute, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann (das bezieht sich nicht auf Lesungen; ich habe 3 Jahre das Marketing einer kleinen Theatergruppe gemacht). Die beiden bekanntesten und größten Veranstaltungskalendar sind venyoo.de sowie meinestadt.de. Jedoch lohnt es sich ebenfalls, über google die regionalen Veranstaltungskalender ausfindig zu machen. Wer es ganz effizient machen möchte, analysiert die Klickrate seiner Homepage, um die effektivsten regionalen VKs herauszufinden, stellt einen freiwilligen Helfer zum Posten der Einträge ab oder direkt beides. 😀 Zumindest bei den beiden großen und dem wichtigsten regionalen VK wäre es klug, die Gestaltungsmöglichkeiten der Profilseiten zu nutzen.

b) Bei manchen Lesungen organisiert man selbst viel, z.B. wenn man mittels Musik, Bildern, Essen oder typischen Gegenständen mehrere Sinne der Zuhörer ansprechen möchte. Alles muss gekauft, angefertigt, gekocht, organisiert oder zumindest an den Veranstaltungsort gebracht und aufgebaut werden; bei technischen Dingen (Diashow, sonstiger Multimediakram) braucht man möglicherweise Hilfe oder muss Genehmigungen oder Lizenzen einholen. Sollte der Autor die Lesung auch selbst bewerben wollen, stehen somit eine Vielzahl an Aktivitäten ins Haus, die möglicherweise von verschiedenen Personen erledigt werden. Um über solche Dinge einen Überblick zu behalten, kann man auf Christian Dingenottos Internetseite Cultural Business kostenlose Tools herunterladen, mit denen man einen besseren Überblick über die Planung der Veranstaltung behalten kann. (Direct-Links gibt es leider nicht, daher benenne ich die potentiell nützlichen Punkte nach Überschriften). Hilfreich zur Planung wären die Punkte „Aktivitätenplan“ oder „Zeitplan, detailliert“, besonders bei mehreren Verantwortlichen oder Helfern. (Das ganze ist beispielhaft vorausgefüllt; meist liegt als Beispiel eine Konferenz zu Grund. Nicht irritieren lassen und die diversen Elemente einfach passend durch eigene Punkte und Aufgaben überschreiben). Für die Werbung wäre evt hilfreich „Der kleine Werbeplaner“ mit Ansprachekette; die Vorlage für einen faltbaren „Flyer“ oder die Tipps zur „Pressemitteilung“. Wer es ganz gründlich machen möchte, beschäftigt sich vorher noch mit „Zielgruppe“ und „Kernbotschaften“, diese Elemente sollten in jedem Werbemedium gleich sein. (Merkt man etwa, dass ich bei dem Herrn eine Fortbildung besucht habe? Zu seinen Fortbildungen und Büchern ein andermal mehr).


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