[ABC-Tag] Druckkostenzuschussverlag

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wie Druckkostenzuschussverlag.

Eigentlich sollte man das nicht mehr sagen müssen, aber irgendwie ist es doch immer wieder nötig, solche Informationen zu streuen: Autoren zahlen niemals für eine Veröffentlichung! Kein „Zuschuss“ zu Druckkosten, Lektorat, Grafiken, Abnahme von Pflichtexemplaren oder sonstwas! Solche Verlage haben sogar einen Eintrag bei Wikipedia (Pseudo-Verlag/Bezahlverlag) mit Nennung der größten schwarzen Schafe. Dennoch fallen immer noch genug veröffentlichungswillige Autoren darauf herein.

DKZs begründen es gerne mit einer übergangsweisen Variante; dass es „überall“ so wäre und man gar keinen anderen Vertrag mehr bekäme; mit einem Hinweis, dass Goethe den Druck seiner Manuskripte ja auch selbst bezahlt hätte oder anderen abstrusen Hinweisen.

Außer dem Druck passiert gar nichts, weder anständiges Lektorat noch Covergestaltung. Werbung wird nicht gemacht, eine Listung im VLB erfolgt vielleicht, aber das nützt nichts. DKZ-Bücher können bestellbar sein, sie werden einfach nicht bestellt (wie auch ohne Werbung und mit negativen Rezensionen wegen mangelnden Lektorats), gerade Buchhandlungen weigern sich oft aus Prinzip, die Bücher von seriösen Kleinverlagen zu bestellen. Alles, was nicht den üblichen Verlagen entspricht, die auch in der Buchhandlung ausliegen, wird in manchen Buchhandlungen aus Prinzip nicht bestellt.
Oft genug wird die so teuer bezahlte Auflage des DKZs gar nicht vollständig gedruckt, der Autor bekommt jedoch zum Ablauf der Vertragsfrist eine Rechnung für die kostenpflichtige Vernichtung der übrigen Exemplare.

Ob man nun 400, 4.000 oder 24.000 € zahlen soll – die Antwort lautet immer „Nein, danke!“, seriös ist das nicht. Noch dazu ist der Name eines Autors verbrannt, wenn er erstmal einen Roman in einem DKZ veröffentlicht hat. Ob der Autor für speziell sein Buch zahlen musste oder nicht (Sonderlockangebot einiger DKZs, manche Autoren kommen für lau unter) ist dabei gleichgültig, denn niemand kennt Einzelheiten von dem Vertrag. Man sieht nur die Zugehörigkeit zum DKZ und das wars.

 

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