[ABC-Tag] Ebook-Label und Verlage

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wie Ebook-Label.

In den vergangenen zwölf Monaten sind eine Unmenge an Ebook-Labeln und Verlagen aus dem Boden gesprossen, einige gehören zu großen, andere zu kleinen Verlagen.
Was ist nun der Unterschied zwischen einem Ebook-Label und einem Ebook-Verlag?

Ein Ebook-Verlag ist genau das, was der Name besagt – ein Verlag, der ausschließlich Ebooks herausgibt. das wären z.B. dotbooks  oder auf Kleinverlagsebene der phantastische Verlag ohneohren oder O’Connell Press.
Auch kommt es gelegentlich vor, dass Kleinverlage ihre Produktion umstellen und sich zu Ebook-Verlagen wandeln.

Ein Verlagslabel ist eigentlich dasselbe wie ein Imprint, das bedeutet eigentlich gehört es zu einem anderen Verlag. Um jedoch die Inhalte klarer zu definieren und sich gegenüber Buchhändlern, Autoren und Lesern deutlich von dem Stammgeschäft abzugrenzen, läuft das ganze unter einem anderen Namen.

Für Autoren ist hierbei wichtig, dass das Imprint oder Label nicht nur im Namen, sondern auch in den Vertragsbedingungen sich von dem zugehörigen „Mutterverlag“ unterscheidet.
Marketing wird für die häufigen Neuerscheinungen in einem geringeren Umfang gemacht als im Mutterverlag (der weniger Programmplätze hat und daher mehr Kapazitäten, sich um diese zu kümmern), Garantiehonorare (wie bei großen Verlagen üblich) gibt es in geringerem Umfang oder gar nicht, auch Tantiemen werden anders veranschlagt.
Häufig werden sie nicht vom Nettoverkaufsladenpreis berechnet (Ladenpreis – Mehrwertsteuer), sondern vom Verlagsnetto, das bedeutet, dass noch alle möglichen anderen Dinge abgezogen werden. Einige Imprints/Labels legen auf der Homepage oder im Vertrag offen, was genau abgezogen wird (so dass man errechnen kann, von welcher Summe die X % Honorar berechnet werden), bei anderen tappt der Autor im Dunkel.

Bei den Imprints gibts es große Unterschiede; falls man also mit seinem Werk auf mehrere Labels passt, sollte man vor der Bewerbung genau vergleichen und sich erst danach eine Reihenfolge erstellen, bei welchem man sich bewirben möchte.
Doch auch die Imprints, die im Vergleich zu ihren Konkurrenten die größte Unterstützung des Autors beim Marketing leisten, setzen stark auf die Eigeninitiative des Autors. (Ein Neueinsteiger in einem großen Verlag, falls man es soweit schafft, steht aber vor derselben Herausforderung; die meiste Werbung fließt in die Spitzentitel.)

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