[ABC-Tag] Jidaigeki

J

wie Jidaigeki.

Es gibt nicht viele Begriffe mit J, deswegen wird der J-Tag immer besonders interessant.

Jidaigeki nennt man eine bestimmte Gattung japanischer Filme oder Literatur, die sich in erster Linie durch den zeitlichen Bezug klassifizieren lässt: Handlungszeitpunkt ist zumeist die Edo-Zeit (1603-1868, Tokugawa-Shogunat), teilweise auch die Meiji-Zeit (1868-1912).

Kennzeichnend sind stereotype Figuren, die oft schon durch ihre Optik erkennbar sind (der Held hat geschminkte Augen, der Antagonist wildes Haar), sowie der Bezug zur Hauptstadt Edo. Oft wandern die Protagonisten jedoch auch umher. Der Sieg des Helden ist ebenso obligatorisch wie bestimmte, feststehende Redewendungen, die er zu passenden Zeitpunkten zum Besten gibt.
Die Sprache ist besonders förmlich und soll veraltet wirken, obwohl moderne Sprachstrukturen und zumeist auch entsprechendes Vokabular verwendet werden.

Zusammenfassend könnte man es als „historisierendes Filmgenre“ benennen, das sich auch außerhalb Japans großer Beliebtheit erfreute, dort jedoch eher schwer zu bekommen ist.

Und das Besondere am Schluß: George Lucas erwähnte in diversen Interviews, er sei von dem Wort Jidai auf Jedi gekommen, sei ein großer Fan einiger Filme und habe sich davon beeinflussen lassen.

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