[ABC-Tag] Mary Sue

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MarySue.

Dieser Begriff wird einem vor allem in Autorenforen oder in Rezensionen begegnen. Er bezeichnet den Proto-Typ eines übermäßig perfekt geschilderten Frauen-Charakters, der sich durch charakterliche, moralische, geistige, äußerliche und/oder körperliche Überlegenheit gegenüber den anderen Figuren auszeichnet.

Wenn ein Betaleser oder Rezensent schreibt „Die Protagonistin ist leider eine MarySue“, meint dies, dass sie eine oberflächlich charakterisierte Person ohne Fehl und Tadel ist.

Der Begriff wurde 1974 anhand einer kurzen Star-Trek-Parodie aus dem Magazine „The Menagerie“ geprägt (online hier abrufbar).

Als Beispiel für eine MarySue wird oft Bella aus der Twilight-Saga genannt – tatsächlich war dies das erste Mal, das mir der Begriff in einer Rezension/Lesermeinung untergekommen ist.

Ein oft synonym verwendeter Begriff zu MarySue ist Self-Insertion: die Einfügung des Autoren (in einer idealisierten Form, also als MarySue).
Ursprünglich kommen der Begriff MarySue und die Thematik des Self-Insertion aus dem Bereich der FanFiction. Doch auch professionelle Autoren, die eigene Geschichten erschaffen, sind nicht davor gefeit, ihre MarySue nach der eigenen Idealvorstellung zu schaffen. In dem Diskussionsbereich eines Fanfiction-Forums hat sich eine Userin die Mühe gemacht, Stephenie Meyers Aussagen über die Figur der Bella zu sammeln und Meyers biographische Angaben mit Bella zu vergleichen: demnach ist Bella Swan deutlich eine Self-Insertion der Autorin, was bei einem Erstlingswerk häufig vorkommt.
Nachzulesen ist dieser Vergleich hier.

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