[ABC-Tag] Online-Autor

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Online-Autor.

Was ist eigentlich ein Online-Autor? Jemand der seine Texte auf dem Blog veröffentlicht, oder ist es nur eine andere Bezeichnung jemanden, der Ebooks veröffentlicht?

Weit gefehlt. Der Begriff bezeichnet Autoren, die auf Online-Plattformen Texte einstellen und dafür Geld bekommen.
Hierbei muss man zwischen 3 verschiedenen Arten unterscheiden:

  1. Die Autoren nehmen öffentlich ausgeschriebene Aufträge an und werden pro Wort bezahlt. Die Bezahlung schwankt je nach Einstufung des Autors; mit längerer Teilnahme bzw. guten Bewertungen kann man seine Klassifizierung steigern.
    Das bewegt sich im Rahmen von 0,7 – 4,0 Cent pro Wort.
    Portale für solche Aufträge sind Textbroker, Content und Independent Publishing.
  2. Die Autoren wählen frei die Themen, die sie interessieren. Das ist bei den Portalen Helpster, Content und Suite101 der Fall. Die Honorierung richtet sich nach bei Suite101.de nach der Anzahl  (die SZ spricht von 3,50 $/1000 Klicks), bei Helpster spielen die Einnahmen durch Werbung auf den Artikelseiten eine Rolle.
  3. Es treten Auftraggeber an die Autoren heran, und sie können selbst über die Preise verhandeln. Dies geschieht in der höchsten Klassifizierungsstufe der unter Punkt 1) genannten Portalen.
    Früher gab es auch ein Portal, dass sich nur der Vermittlung solcher Aufträge widemte (dieredaktion.de), wurde jedoch zwischenzeitlich eingestellt.


Lohnt sich das? Sollte man es machen?

Meine Meinung: Wenn man noch Recherche für die Artikel betreiben muss, ist der Stundenlohn absolut unrentabel. Ich habe mit niemandem gesprochen, der diese höchste Klassifizierungsstufe erhalten hat und kann daher keine Auskunft geben, in welchem Rahmen sich diese selbstverhandelten Honorare bewegen.
Falls man ohnehin Fachwissen zu bestimmten Themen hat, die gefragt sind, kann man es mal testweise probieren.

Weiterhin ist noch wichtig, dass die Portale anscheinend in der Regel exklusives Veröffentlichungsrecht fordern (was im normalen Journalismus-/Autorengeschäft eine höhere Entlohnung als üblich bedeutet) und man auch teilweise die Urheberschaft aufgibt. Man kann sich also nicht auf besonders gelungene oder erfolgreiche Texte beziehen oder die Texte bei der VG Wort melden.

Ich persönlich finde demnach, dass es sich für einen Berufstätigen, der „nebenbei“ auch noch an seinen literarischen Projekten arbeitet, keinesfalls lohnt.
Aber wenn man zwischendurch mal größere Zeitfenster zur Verfügung hat, kann man sich ja testweise anmelden; einige Autoren berichteten, dass sie entweder selbst einigermaßen zufriedenstellende Stundenlöhne erzielen oder von Leuten gelesen haben, die sehr gute Verdienste dadurch erzielen.

Disclaimer: Für meinen Artikel habe ich zwar recherchiert, aber ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit meiner Quellen oder die unveränderte Gültigkeit der oben genannten Verhältnisse.
Wer sich bei einem der Portale anmelden will, sollte nochmal genau in den AGBs nachlesen, ob die für ihn relevanten Bedingungen immer noch in der von mir beschriebenen Art in Kraft sind.

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