Blogreihe „Phantastische Realität“

Heute beginnt unsere dreiwöchige Blogreihe zum Thema „Phantastische Realität“. Das scheint zuerst ein Widerspruch zu sein. Geht bei Phantastik nicht um fremdartige Wesen, erfundene Länder und zukünftige Technologien? In diesen exotischen Geschichten kann man in einer fremden Welt versinken und fernab des Alltags etwas anderes erleben.

Viele Autoren bringen reale Problematiken hinein, nicht nur unbewusst durch Erziehung und kulturelle Prägung. Sie wählen absichtlich Konflikte eines modernen Zeitalters aus, die mit einer fremdartigen Welt vermischt werden. Politische Konflikte, fremdenfeindliche Strömungen, soziale Experimente, radikale Lösungen für aktuelle Probleme oder ethische Fragen finden in diesen oftmals erfundenen Ländern einen unorthodoxen Ausgang.

Dennoch würden einige Autoren diesen Bezug auf moderne Problematiken nicht als zentrales Thema nennen, wenn man sich mit ihnen über ihr Projekt unterhält. Unsere Geschichten sind nicht nur Vehikel, um eine Botschaft oder Weltanschauung zu transportieren. Kaum einer würde sich als „politischer Phantastikautor“ bezeichnen. Doch wenn wir außerhalb unserer Autorengemeinschaft ebenso detailliert über unsere Projekte erzählen würden, wären es vielleicht genau diese Dinge, die unserem Zuhörer in Erinnerung bleiben? Dann würde unser Gesprächspartner vielleicht erzählen: „Ich bin ins Gespräch mit einer Autorin gekommen, die politische Fantasy schreibt“, ohne dass wir unser Genre so bezeichnet hätten. Für viele Autoren ist es eine Selbstverständlichkeit geworden, durch die Figuren (aktuelle) Problematiken aufzugreifen.

Auch wir erheben jeden Tag unsere Stimme gegen Rassismus, Diskriminierung, Willkür Mobbing – die Aufzählung ließe sich noch lang fortsetzen.

Deswegen habe ich andere Autoren eingeladen, zu erzählen, was sie am meisten bewegt, welche Themen ihnen am Herzen liegen und wo sich in phantastischen Werken handfeste reale Problematiken verbergen. Jeden Tag erscheint ein neuer Blogartikel.

20. Februar

Janna Ruth: „Fantasy – aber bitte mit echten Charakteren.“
Was unterscheidet eine reale Figur von einem klassischen Helden? Wie wird die Charakterbildung einer Figur geplant? Und wie passt der Begriff „Labor“ dort hinein?
„Natürlich sind die fantastischen Welten ausgedacht und natürlich gibt es in unserer Realität keine Magie und auch keine Elfen, Zwerge oder Dämonen. Aber die Geschichten dahinter, die Figuren da drin – die sind genauso echt, wie du und ich.“

21. Februar

Leif Otten: „Lichte Orks und schattierte Elfen“
Makellose Helden sind überholt, meint unser Autorenfreund Leif. Es ist an der Zeit, schwarz und weiß zu vermischen.

„‚Helden‘ in der Wirklichkeit existieren oft nur in den Köpfen derer, die nicht daran interessiert sind, diese Wirklichkeit auch zu verstehen oder sich selbst gern in einer glänzenden Rüstung sehen. „

22. Februar

Atir Kerroum: „Paenitemini et credite Evangelio! Wie das Imperium Romanum zur Dystopie wurde“
Wir verbinden das Wort Dystopie mit einer hoch technologisierten Zukunft und grausamen Staatsdoktrinen. Glänzende Tower, phantastische Flugkörper und ein medizinischer Standard, von dem wir nur träumen können.

Aber haben die Menschen zu früheren Zeiten vielleicht auch eine Art Dystopie erlebt? Bietet das ausgehende römische Reich alle Merkmale, die einen guten Endzeit-Thriller ausmachen? Wer findet die meisten Parallelen zu dystopischen Romanen, die sich historische Ereignisse zum Vorbild genommen haben?

23. Februar

Christian Rieß: „Ab wann ist ein Held ein wahrer Held?“
Was ist heldenhaftes Verhalten? Ist es wirklich gut, einen Helden in der Nachbarschaft zu haben? Brauchen wir Helden noch?

„Sie sind allgegenwärtig: Helden. Aber was sind Helden eigentlich? Haben wir in unserer heutigen Zeit noch Verwendung für sie? Denn wie wir wissen, endet in der echten Welt die Geschichte nicht mit dem Tod des Monsters. Gewalt erzeugt immer Gegengewalt.“

24. Februar

Alessandra Reß: „Requiem für den Relativismus“
Unsere politische Philosophin Alessandra, Autorin von Dystopien und Herrin der Fußnoten, beschäftigt sich mit der Frage, wie weit man sich andere Geisteshaltungen hinein versetzen sollte. Wenn man seine Werte grundsätzlich als besser empfindet, beschneidet man die Rechte des Individuums. Doch wann kommt der Punkt, an dem eine relativistische Lebenseinstellung nicht mehr haltbar ist?

„Die Welt ist im Wandel.
Diesen Satz habe ich in den letzten 16 Jahren so oft gehört, dass der Wandel als Norm erschien. Die prophezeiten Bedrohungen dieses Wandels waren phasenweise präsent, aber auch diffuse Normalität. Die Welt mochte sich verändern, aber wir taten es mit ihr und die Hoffnung auf eine andere erschien naiv oder unangemessen“

 

25. Februar

Meara Finnegan: „Military Fantasy und die Entglorifzierung des Krieges“

Darf eine Generation, die niemals einen Krieg erlebt hat, darüber schreiben? Warum möchte man – abseites des epischen kampfes von Gut und Böse – das Militär überhaupt als Schauplatz einer Geschichte wählen?
„Auch außerhalb des Militärs ist wird dieser Mechanismus der Entmenschlichung genutzt: in allen Teilen der Gesellschaft, in denen Feindbilder benutzt werden.“

 

26. Februar

Jule Reichert: „Blutgeld und Revolution – Gedanken um Fantasy und Konsum“
Bei Konsum und dessen negativen Begleiterscheinungen auf die Umwelt und Gesellschaft denkt man zuerst an moderne Zeiten. Doch auch früheren Gesellschaften ist das Phänomen bekannt. Da erscheint es nur folgerichtig, das auch in die Phantastik zu übertragen.

„In der Realität stehlen große Konzerne Menschen ihr Wasser und füllen es in Flaschen, um es gewinnbringend bei uns in Europa zu verkaufen. Aber wer hilft diesen Menschen? Wer sind die Helden, die in der Realität etwas bewirken können? Hier gibt es keine Katniss, die in die Rolle der Befreierein gedrängt wird.“

27. Februar

Claudia Mayer: „Jugendliche im Generationenkonflikt – insbesondere in Dystopien“
Claudia beschäftigt sich mit dem klassischen Generationenkonflikt und wie er in bestimmten Situationen eine unverzichtbarer Katalysator für einen Umbruch ist.
Und wir stellen fest: je jünger man ist, desto eher überlebt man eine Apokalypse. 😉

„Postapokalyptische Settings haben meistens gemeinsam, dass die bisherigen Gesellschaftsregeln radikal über den Haufen geworfen werden, egal ob wegen einer Zombieapokalypse, Krieg oder einem Virus, das die Weltbevölkerung dahinrafft. In diesem Setting haben Jugendliche sogar einen Vorteil. Sie können sich schneller darauf einstellen, das zu tun, was notwendig ist, zu überleben. Sie sind außerdem im Regelfall körperlich fitter und dementsprechend weniger anfällig dafür, Krankheiten oder Verletzungen sofort zum Opfer zu fallen.“

 

28. Februar

Guddy Hoffmann-Schönborn: „Rassismus – der stille Antagonist“
Guddy beschäftigt sich mit Rassismus in der Fantasy. Wie äußert er sich, und warum wird die Erbfeindschaft zwischen den Völkern so gerne verwendet?

„Das europäische Mittelalter mit seinen weißen Figuren ist Standard. Der weiße Mensch ist Standard. Ist Rassismus Thema, dann meist gegenüber Schwarzen, Asiaten – den Anderen. Dabei ist jeder dort „der Andere“. Für uns als Leser, denn es handelt sich um fiktive Völker.“

 

01. März

Manya Siber: „Queer times, quer folks, queer books“
Wieso werden queere Themen in der (Fantasy-)Literatur grundsätzlich problematisiert? Manya schaut sich drei Romane und ihre Entstehungszeit an und erzählt, warum Lynn Flewellings „Nightrunner“-Reihe für sie das beste Beispiel ist, wie man das Potential queerer Figuren nutzen kann

Als Teenager – oder auch heute noch als jemand, der im Kontext unserer Gesellschaft als „erwachsen“ gilt – hätte ich es ganz gern, wenn mit nicht permanent erzählt wird, wie schwierig mein Leben doch sein wird und wie sehr es sich um diesen einen einzigen Aspekt meiner Person drehen wird.

 

02. März

Charlotte Oscar alias „Das Gaiety Girl“: „Dare Not Speak Its Name – Queere Identität im historischen Roman“
Auch Charlotte beschäftigt sich mit der Problematik LGTB: sie nennt einige Beispiele für queere Figuren, die man nicht immer als queer wahr nimmt, weil die Schriftsteller früherer Zeiten sehr vorsichtig sein mussten, wie sie beispielsweise Homosexualität einbauen. Das ist jedoch kein Grund, warum heutige Autoren die Figuren in historischen Romanen nicht ihre Identität ausleben lassen, oder nur, wenn das ein zentrales Problem der Geschichte ist.

LGBTQ-Figuren waren immer ein Teil von Unterhaltungsliteratur, auch wenn das ungeschulte moderne Auge die Codewörter und Hinweise nicht ohne Weiteres verstehen mag. Und genau wie es schon immer LGBTQ-Figuren in der Fiktion gab, gab es Menschen, die wir heute der LGBTQ-Community zuordnen würden, ebenfalls schon immer. Nur weil etwas ungesagt bleiben muss, aus gesellschaftlichen Gründen, weil das Aussprechen das eigene Leben in Gefahr bringen kann, bedeutet das nicht, dass es nicht da ist. Nur weil jemand niemals offen zu seiner Sexualität stehen konnte, löscht das diese Sexualität nicht aus.

 

03. März

Murphy Malone: „Team Why not Both?! – Liebesbeziehungen und Polyamorie in der Phantastik“
Was genau ist Polyamorie? Gerade in der romantischen Phantastik ist es üblich, dass zwei Love Interests gibt. Wieso zwingt der Autor seine Figur immer, sich zu entscheiden? Muss wahre Liee exklusiv sein?

Allerdings sehe ich leider viel zu selten, dass Fantasy-Bücher sich mit diesen diversen Arten der Liebe beschäftigen oder sie überhaupt in Erwägung ziehen. Keiner würde lesen wollen, wie Bella nach hundertfünfzig Jahren einfach keine Lust mehr auf ihren Glitzer-Edward hat, man hält lieber an der Illusion fest, eine einzige große Liebe zu finden.

 

04. März

Janna Ruth: „Umweltschutz: Erhabene Naturvölker, sprechende Bäume und der Konflikt mit der Zivilisation“.
In den USA gab Ende des vergangenen Jahrhunderts eine Reihe Bücher, die manchmal als „Social Fantasy“ bezeichnet werden, da sie sich mit Umweltproblematiken beschäftigen. Janna Ruth zeigt, dass es sich um keine neue Strömung handelt. Schon Tolkien war die Kritik an Umweltzerstörung in seinen phantastischen Werken ein Anliegen.

Die Zivilisation ist der Fortschritt des Menschen, unsere Lebensgrundlage. Aber die Zivilisation ist auch immer im Konflikt mit der Natur. Umweltschutz ist eine wichtige Sache, aber wir können sie nicht zu 100% schützen, ohne uns selbst die Lebensgrundlage zu nehmen.

 

05. März

Laura Kier: Masken in Fiction und Realität“
Zu den Grundregeln der Zivilisation zählen bestimmte soziale Gepflogenheiten. Manche Menschen mögen solche vorhersehbaren Gespräche nicht, weil sie sie als oberflächlich empfinden. Laura beschäftigt sich mit Tradition und Selbstschutz, Dystopie und der Etikette des 19. Jahrhunderts.

Doch Erklärungen kosten Kraft. Ab und an zudem Mut oder Überwindung. Einfacher ist es, eine Maske aufzusetzen:
„Wie geht es dir?“ – „Gut.“
Schublade auf. Schublade zu. – Täglich leben wir damit. Weshalb?

 

06. März

Elea Brandt: „Depressive Drachentöter“
Die meisten phantastischen Helden schaffen Übermenschliches und gehen relativ unbeschadet aus ihren Erlebnissen hervor. Auf der anderen Seite sind die meisten Gegenspieler aus dem psychischen Gleichgewicht geraten. Ein Held, der seine seelischen Blessuren davon trägt, wird von vielen Lesern abgelehnt. Aber wie kommen psychische Krankheiten zustande und wie könnte man sie am besten in die Charakterplanung einer Figur einbauen?

Es erscheint naheliegend, dass sich manche Leser lieber mit einer starken, ehrgeizigen und leidensfähigen Katniss identifizieren wollen, als mit einer, die an die Grenzen des Menschenmöglichen gelangt ist. Bedauerlich ist es dennoch, dass die realistische Darstellung psychischer Leidenszustände in diesem Kontext als unangenehme Charakterschwäche wahrgenommen wird.

 

07. März

Sascha Raubal: „Verschwimmende Grenzen“.
Sascha nimmt sich gleich mehrere Beispiele aus unterschiedlichen Subgenres zur Brust und schaut sich an, welche tatsächlichen Ereignisse oder reale Gefahren bei Terry Pratchett, Stephen King, Wolfgang Hohlbein, Markus Heitz oder Tim LaHaye zur Sprache kommen.

Wir Fantasy-Autoren schweben zwar gerne mal in höheren Sphären, doch wir leben trotzdem in derselben Realität wie Sie auch, mit denselben Gefahren. Und diese werden momentan beinahe täglich größer.

 

08. März

Meara Finnegan: „Das kenne ich doch irgendwo her! – Historische Ereignisse in Fantasyromanen“
Historische Romane und Phantastik werden teilweise als gegensätzliche Genres gesehen. Als Autor und Leser sieht Meara jedoch viele Gemeinsamkeiten. Wie könnte es anders sein, wenn phantastische Autoren so viele Bezüge zu geschichtlichen Ereignissen einbauen?

Jede Einführung von Fernwaffen war in der Geschichte mit einem großen psychologischen Effekt verbunden und veränderte die Kriegsführung. Der erste Weltkrieg bot eine Fülle neuer Technologie, und nicht zuletzt mit dem Giftgas konte man bequem aus großer Entfernungen seine Feinde vernichten. Die hohe Sterberate in den Schützengräben, hervorgerufen von einem unsichtbaren Feind, hat Tolkien ebenso wie jeden anderen Überlebenden tief geprägt.

 

09. März

Eva-Maria Obermann: „Geschlechterrollen in Fantasyliteratur“
Eva-Maria hinterfragt das Axiom der Literaturwissenschaft: jede Geschichte wurde schon erzählt, Autoren können nichts Neues mehr erfinden.
Trifft das wirklich zu? Gibt es nicht vielleicht doch bestimmte Erzählmuster, die man aufbrechen kann? Und wieso existieren diese klassischen Aufgabenbereiche bei phantastischen Figuren?

Wir sind mit dem Code aufgewachsen, dass Männer stark sind und Frauen schwach, dass kämpfende Frauen nicht mütterlich sind und damit nur halbe Frauen. Geschlechterrollen gehören zu unseren Alltag. Aber auch mit der Idee, dass Männer nicht schwach sein können.
Während männliche Protagonisten zum Krieger werden, mit Schwert und Faust kämpfen, ist es bei den weiblichen zum großen Teil eine magische Fähigkeit, allenfalls noch Fernkampfwaffen, die sie auszeichnen.

 

10. März

Atir Kerroum: „Sauron im Kreml – Fantasy in politischen Konflikten“
Die Phantastik enthält viele Elemente aus unserer Realität, wie wir in den letzten Tagen gesehen haben. Auch Wertvorstellungen, die eher im Hintergrund eine Rolle spielen, lassen sich ebenso in unserer Geschichte wieder finden. Atir Kerroum führt diesen Gedanken noch weiter: die Art und Weise, in der politische Zusammenhänge nach außen kommuniziert werden, greift auf Archetypen des Erzählens phantastischer Geschichten zurück.

Der Kirchenvater Augustinus führt alles Gute auf Gott zurück und alles Böse auf heidnische Dämonen. Nicht an ihren Taten soll man sie erkennen, sondern an ihrem Glauben. Das Böse wird zur Fraktion, der man sich anschließt oder entgegen treten muss. Augustinus‘ Motiv begegnet uns in Star Wars wieder: Wer sich von der dunklen Seite der Macht verführen lässt, der ist verloren.

 

11. März

Katherina Ushachov: „Ist das noch eine Dystopie? Wenn die Wirklichkeit die Fiktion einzuholen droht“.

Katherina erzählt, welche politischen Ereignisse sie 2008 zu der Idee für ihre Dystopie brachten. Und wie der Fortschritt bzw. Rückschritt der Welt sie seitdem in ein Wechselbad der Gefühle geworfen hat.

Was genau ist zwischen 2008 und 2016 passiert? Den Grund für meine Dystopie lieferte die Neonazi-Szene in den ehemaligen Ostblockstaaten und die Politik der Era Bush. Und dann schien es, als würde sich alles ändern. Es gab Wahlen in der Ukraine, es gab Wahlen in den USA. Ich arbeitete zwar weiter an meinem Roman, aber irgendwie war alles weit weg.
Mein Roman war eine Metapher. Nichts, was mir jemals wirklich passieren könnte. Oder irgendwem überhaupt.

Und dann kam die AfD. Kam Trump. Die Radikalisierung der Mitte. Und irgendwann die Angst, dass ich eines Tages in meinem eigenen Buch aufwachen könnte.

 

12. März und finaler Artikel:

Faian Dombrowski „Unterhaltung ohne Leben – Verloren im Labyrinth ewig wiederkehrender Topoi -„

Fabian geht der Rechtfertigung von Phantastik auf den Grund. Was zählt man zur Hohen Literatur, und sind die Gründe dafür gerechtfertigt? Welche Perspektiven hat die Phantastik? Gibt es wirklich noch Raum für Originalität?

Manchmal jedoch – und in letzter Zeit stetig mehr – scheint mir, dass wir ein sehr kleines Set von Geschichten höchstens in neuen Gewändern neu erzählen: Die Rachestory, die Schatzsuche, die Mordermittlung, die weltbewegende Romanze, der prophezeite Heiland, die Origin-Story eines jeden Superhelden. Sie laufen alle nach verdammt ähnlichen Mustern ab. Die wenige Abwechslung ermüdet.

Und plötzlich kommt da dieses Buch. Eigentlich würde man es ohne Aufhebens in eine diese Kategorien einordnen – doch etwas unterscheidet dieses Werk von den anderen. Die zu einer Geschichte angeordneten Bausteine sind keine Bausteine mehr, sie sind zu etwas organischem geworden, es greift ineinander, fühlt sich irgendwie authentischer an, sozusagen … real. Was hat sich geändert?
Sie sind nicht einfach nur Topoi mehr.

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