[ABC-Tag] Rico-Beutlich(-Test)

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wie

Rico Beutlich / Rico-Beutlich-Test.

 

Rico Beutlich ist eine Kunstfigur, die 2009 von den Autoren Michael Höfler, Michael Janßen und Tom Liehr geschaffen wurde.

Die Autoren haben die Behauptung, dass Druckkostenzuschußverlage auch Nonsens drucken würden, auf die Probe gestellt und eine fehlergespickte Bewerbung an sechs verschiedene DKZs geschickt. Ein abstruser Plot voller Logiklöcher und eine neunseitige Leseprobe voller Fehler und Längen vervollständigt das Bild.
Da absichtlich schlecht schreiben ziemlich anstrengend ist, haben die Autoren die restlichen 842 Seiten mit gemeinfreien Texten aufgefüllt und in Kapitel eingeteilt.

Fünf der angeschriebenen Verlage wollten das Machwerk drucken – für einen Eigenanteil von 2.900 – 30.000 €.

Weiterführende Links:

 

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[ABC-Tag] QR-Code

Q

wie

QR-Code.

 

Ein QR-Code (=Quick Response) ist eine Möglichkeit, Informationen komprimiert aufzuschreiben, so dass sie schnell eingelesen werden können. Es wird z.B. bei der Automobilfertigung benutzt.

Darüber hinaus ist es in den letzten Jahren üblich geworden, QR-Codes und Mobilgeräte (wie Smartphones) zu kombinieren. Die Mobilgeräte haben die Software, diese Codes einzulesen oder es gibt Apps, die man dazu herunter laden können.

Verwendet wird dies oft in Museen oder Parks: der interessierte Besucher kann mittels des QR-Codes und seines Mobilgerätes weitere Informationen abrufen.

Auch in der Werbung wird dies gerne verwendet: Plakate enthalten einen QR-Code, so dass der Betrachter schnell auf die entsprechende Website der Veranstaltung geleitet wird. Denn Betrachter, die sich den Namen merken oder notieren, werden die Website nicht unbedingt aufrufen, je größer das Zeitfenster zwische dem Betrachten und dem Erreichen ihres Zuhauses ist.

Flyer werden ebenfalls mit einem QR-Code gekennzeichnet, damit der Empfänger schon von unterwegs den unkomplizierten Zugang zu weiterführende Informationen bekommen kann, bevor das Interesse erlischt. Darüber hinaus ist ein Lesezeichen im Browser des Mobilgerätes langlebiger als ein Flyer, der statistisch gesehen recht schnell fortgeworfen.

Diese Internetseite bietet die Möglichkeit, einen QR-Code zu generieren. Selbstverständlich sollte man den Code erstmal ausdrucken und als Test einlesen (lassen), bevor man ihn auf Flyer druckt 😉

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[ABC-Tag] Protagonist

P

wie

Protagonist.

Das Wort kommt aus dem Griechischen, πρωταγωνιστής, und bedeutet „Ersthandelnder“.
Der Protagonist ist die Hauptfigur des Romanes; aber die Geschichte muss nicht immer aus seiner Sicht erzählt sein.
Bei den „Sherlock Holmes“-Geschichten ist beispielsweise Watson der Perspektivträger, allerdings nicht die Hauptperson.

Ein Gegenspieler (=Antagonist) versucht den Protagonisten daran zu hindern, sein Ziel zu erreichen.
Der Protagonist ist nicht automatisch der „Gute“ in der Geschichte. Ein Dark Fantasy Roman oder Thriller, der den Mörder/Bösewicht in den Fokus stellt, hat eben den „Bösen“ als Protagonisten und den Detektiv oder Helden als Antagonisten.

Außerdem gibt es immer nur einen Protagonisten; der Begriff „Haupt-Protagonist“ existiert es nicht, untergeordnete Figuren werden mit anderen Bezeichnungen benannt.

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[ABC-Tag] Online-Autor

O

wie

Online-Autor.

Was ist eigentlich ein Online-Autor? Jemand der seine Texte auf dem Blog veröffentlicht, oder ist es nur eine andere Bezeichnung jemanden, der Ebooks veröffentlicht?

Weit gefehlt. Der Begriff bezeichnet Autoren, die auf Online-Plattformen Texte einstellen und dafür Geld bekommen.
Hierbei muss man zwischen 3 verschiedenen Arten unterscheiden: Weiterlesen

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[ABC-Tag] Mary Sue

M

wie

MarySue.

Dieser Begriff wird einem vor allem in Autorenforen oder in Rezensionen begegnen. Er bezeichnet den Proto-Typ eines übermäßig perfekt geschilderten Frauen-Charakters, der sich durch charakterliche, moralische, geistige, äußerliche und/oder körperliche Überlegenheit gegenüber den anderen Figuren auszeichnet.

Wenn ein Betaleser oder Rezensent schreibt „Die Protagonistin ist leider eine MarySue“, meint dies, dass sie eine oberflächlich charakterisierte Person ohne Fehl und Tadel ist.

Der Begriff wurde 1974 anhand einer kurzen Star-Trek-Parodie aus dem Magazine „The Menagerie“ geprägt (online hier abrufbar).

Als Beispiel für eine MarySue Weiterlesen

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[ABC-Tag] Literaturagentur

L

wie

Literaturagentur.

Literaturagenturen vermitteln die Manuskripte von Autoren und kümmern sich um die Abrechnung der Honorare. Oft übernehmen sie auch weitere Aufgaben, z.B. ein Vor-Lektorat, oder sind von ihren Autoren bei der Auswahl und Planung zukünftiger Projekte eingebunden.

Wichtig sind hierbei 2 Grundsätze:

  1. Agenturen haben keine Vorkasse! Seriöse Agenturen nehmen kein Geld und arbeiten so lange „umsonst“, bis der Autor einen Vertrag vermittelt bekommt. Seriöse Agenturen erhalten eine Beteiligung auf das Garantiehonorar und die Tantiemen, ansonsten bekommen sie kein Geld von dem Autor.
  2. Entscheide Dich vorher für Agentur oder Direkt-Bewerbung beim Verlag. Agenturen wollen „frische“ Manuskripte. Man sollte nur unveröffentlichte Manuskripte einreichen, mit denen man selbst noch keine Bewerbungsrunde bei Verlagen absolviert hat.

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[ABC-Tag] Kleinverlag

K

wie Kleinverlag.

Im Sprachgebrauch oder in Foren umfasst der Begriff meist alle Verlage, die nicht zu den großen Konzernen oder Unternehmen gehören. Die Grenzen zwischen kleinem und mittleren Verlag sind fließend und jeder definiert es anders.
Häufig wird als Kriterium dazu die Reichweite genommen (Verlage, die Verlagsvertreter bezahlen können und dadurch eine gewisse Buchhandelspräsenz besitzen, zählen dann zu den mittelgroßen), manche Leute schauen auf die Größe des Verlagsteams oder darauf, ob der Verlag von dem Inhaber hauptberuflich oder nebenberuflich betrieben wird.
Am sichersten fährt man natürlich, wenn ein Verlag auf seiner Homepage eine Eigenbezeichnung vorgibt 😉

Über das Thema „Kleinverlag“ könnte man mehrere Artikel schreiben, daher werde ich in meinem kleinen Überblick gängige Meinungen/Vorurteile aufzählen und kurz differenzieren.

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[ABC-Tag] Jidaigeki

J

wie Jidaigeki.

Es gibt nicht viele Begriffe mit J, deswegen wird der J-Tag immer besonders interessant.

Jidaigeki nennt man eine bestimmte Gattung japanischer Filme oder Literatur, die sich in erster Linie durch den zeitlichen Bezug klassifizieren lässt: Handlungszeitpunkt ist zumeist die Edo-Zeit (1603-1868, Tokugawa-Shogunat), teilweise auch die Meiji-Zeit (1868-1912).

Kennzeichnend sind stereotype Figuren, die oft schon durch ihre Optik erkennbar sind (der Held hat geschminkte Augen, der Antagonist wildes Haar), sowie der Bezug zur Hauptstadt Edo. Oft wandern die Protagonisten jedoch auch umher. Der Sieg des Helden ist ebenso obligatorisch wie bestimmte, feststehende Redewendungen, die er zu passenden Zeitpunkten zum Besten gibt.
Die Sprache ist besonders förmlich und soll veraltet wirken, obwohl moderne Sprachstrukturen und zumeist auch entsprechendes Vokabular verwendet werden.

Zusammenfassend könnte man es als „historisierendes Filmgenre“ benennen, das sich auch außerhalb Japans großer Beliebtheit erfreute, dort jedoch eher schwer zu bekommen ist.

Und das Besondere am Schluß: George Lucas erwähnte in diversen Interviews, er sei von dem Wort Jidai auf Jedi gekommen, sei ein großer Fan einiger Filme und habe sich davon beeinflussen lassen.

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[ABC-Tag] Impressum

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wie Impressum.

Jeder Blog und jede Internetseite, die öffentlich lesbar sind, müssen laut Telemediengesetz ein Impressum besitzen.
Die Angabe einer Email-Adresse ist nicht ausreichend; wichtig ist, dass eine „ladungsfähige Anschrift“ zu finden ist.

Viele Autoren oder Blogger treten (im Internet) unter Pseudonym auf und möchten die Veröffentlichungen von ihren alltäglichen Berufsbildern getrennt halten. Daher sind einige auf die Idee verfallen, die Adresse als Grafik einzubinden, damit sie von Suchmaschinen nicht gefunden wird.

Grafiken können jedoch gerne mal „verschwinden“, z.b. durch Software-Fehler des Blogs oder die technischen Bedingungen des Seitenaufrufers, dessen Gerät diese Grafik nicht anzeigt. Auch Programme, die Blinden die Textinhalte von Internetseiten als Sound-Datei auslesen, können das Impressum in diesem Fall nicht erkennen.

Hierfür gibt es verschiedene Lösungsmöglichkeiten:

  • Verlagsautoren können ihren Verleger fragen, ob sie die Adresse des Verlags angeben können. Allerdings sind gerade Kleinverlagsautoren oft in mehreren Verlagen zu Hause, so dass das nicht unbedingt praktibel sein dürfte; Indies haben gar keinen Verlag, dessen Adresse sie einsetzen können.
  • Sofern man ohnehin einen Webmaster beschäftigt, kann man diesen bitten, die Adresse angeben zu dürfen.
  • Des weiteren gibt es Codes, die ein Impressum so verschlüsseln können, dass es von Suchmaschinen nicht eingelesen werden kann. Das ist natürlich nur bei Bloggern/Autoren machbar, die technisches Verständnis mitbringen oder einen Webmaster haben, der ihnen ohnehin in den Codes herum baut.
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[ABC-Tag] Heldenreise

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wie Heldenreise. (auch Quest oder Monomythos)

Dabei handelt es sich um keine tatsächliche Reise; es ist eine Plotmethode. Der amerikanische Mythenforscher Joseph Campbell analysierte Mythologien weltweit und entwickelte ein 12stufiges Schema, das nicht nur in der Literatur, sondern auch in der Psychologie große Beachtung fand.

Die meisten Bestseller und die bekanntesten Kinofilme basieren auf der Heldenreise.

(Wichtigste Stationen: Ruf des Abenteuers; Verweigerung des Helden; Aufbruch; erste Probleme/Prüfungen; übernatürliche Hilfe; weitere Probleme, übernatürliche Hilfe; Raub des Schatzes; Verweigerung der Rückkehr; Rückkehr und Integration in den Alltag)

Wichtig ist vor allem, dass der Held an seinen Aufgaben wächst und sich weiterentwickelt.

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